Habe Geduld gegen alles Ungelöste in deinem Herzen und versuche, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forsche jetzt nicht nach den Antworten, die dir nicht gegeben werden können, weil du sie nicht leben kannst. Und es handelt sich darum, alles zu leben.

Lebe jetzt die Fragen. Vielleicht lebst du dann allmählich, ohne es zu merken, eines Tages in die Antwort hinein.“

—Rainer Maria Rilke

Warum Wandern glücklich macht

Foto: Stocksnap/Sonja Guina

Berg-Philosophie

von Christina Geyer | 20. März 2019

Wanderer sind die glücklicheren Menschen. Das ist sogar medizinisch erwiesen: Wandern wirkt präventiv gegen Kummer, Antriebslosigkeit und Depressionen. Ein Plädoyer für die Berge.

Foto: Freeimages/Sara Moses

Ein Ausflug in die Berge wirkt wie ein hochpotentes Antidepressivum. Mit jedem Höhenmeter entsteigt man ein Stück weit seinem Alltag, lässt Sorgen und Problemchen im Tal zurück. Es ist medizinisch erwiesen, dass Bewegung an der frischen Luft auf das Gehirn wirkt. Studien belegen, dass Wanderer die glücklicheren Menschen sind und Psychiater Markus Fischl von der Landesnervenklinik Linz ist sich sicher: „Wandern wäre unbezahlbar, wenn man es als Medikament verkaufen würde.“

Kein Wunder, denn Wandern regt die Gehirnzellen an, stärkt die Verästelung der Nervenzellen und setzt durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr zusätzliche Energie frei. Doch damit nicht genug!

Eine Studie der Universität Pittsburgh hat ergeben, dass regelmäßiges Wandern das Risiko von altersbedingtem Gedächtnisverlust um 50% minimiert und nebenbei auch noch die Konzentrationsfähigkeit erhöht: Personen, die unmittelbar nach dem Wandern einen Konzentrationstest absolvierten, schnitten darin deutlich besser ab als jene, die nur einen Stadtbummel unternommen oder sich auf dem Sofa ausgeruht hatten.

Darüber hinaus hat das Salzburger Uniklinikum im Rahmen einer Studie für Suizidprävention herausgefunden, dass Wandern gegen Depressionen und psychische Störungen wirkt – nicht unerheblich angesichts der alarmierenden WHO-Prognose, wonach Depressionen bereits 2020 die zweithäufigste Volkskrankheit sein sollen.

Die durchgeführte Studie mit dem klingenden Namen „Übern Berg“ hat nachweislich einen Zusammenhang zwischen Wandern, Naturerleben und der Reduktion von Hoffnungslosigkeit aufzeigen können. Die einbezogenen Probanden gaben nach ihrer jeweils 9-wöchigen Wanderphase an, in den Bergen mehr Selbstvertrauen bekommen und weniger Stress empfunden zu haben.

Foto: Stocksnap/Nitish Meena

Zwar bestimmt die Aktivität bestimmter Gehirnareale unsere allgemeine Stimmungslage, allerdings sind wir dieser nicht machtlos ausgeliefert. Der Mensch ist mehr als nur seine neurophysiologischen Mechanismen: Er kann Einfluss auf sie nehmen, indem er Dinge tut, die ihn erfahrungsgemäß glücklich stimmen. Er kann beispielsweise wandern gehen – und mehr sein als nur Spielball seines Hirns.

Die Redewendung „es geht bergauf“ scheint daher nicht von ungefähr zu kommen. Gewiss ist nämlich: Wandern ist gesund. Für Körper und Geist.

Bewegung ist Leben

 „Das Leben ist ein Prozess.
Verbessere die Qualität des
Prozesses, und du verbesserst
die Qualität des Lebens selbst.“
 Moshe Feldenkrais

Unsere Körperhaltung könnte das wichtigste „Kleidungsstück“ sein, das wir täglich tragen, doch die meisten von uns halten nie inne, um sich das bewusst zu machen. Warum ist eine ausgeglichene Körperhaltung so wichtig? Sie ermöglicht es uns zu gehen, zu stehen, zu sitzen und zu liegen, ohne die unterstützenden Muskeln und Bänder zu stark zu beanspruchen. Eine gesunde Körperhaltung wirkt sich auch auf unseren Gemütszustand aus. Nimm dir kurz einen Moment Zeit und setze dich aufrecht und bequem hin, hebe dein Kinn zu und atme tief durch. Du wirst sofort merken, dass du dich anders fühlst.

Unsere Haltung wird stark von der Beziehung zwischen unseren Hüften, Schultern und Füßen bestimmt. Wenn Verletzungen und andere Faktoren diese subtile Balance stören, neigen wir eher zu einer krummen Haltung, oder wir überlasten zum Ausgleich andere Bereiche des Körpers. Das kann die Lunge und andere wichtige Organe einquetschen, und Schmerzen in Rücken, Nacken, Beinen, Hüften, Schultern, Armen usw. verursachen. Eine gesunde, ausgeglichene und freie Körperhaltung hingegen verhindert Störungen, die durch Überbeanspruchung entstehen.

„Richte dich auf und erkenne, wer du bist,
dann kannst du über deinen Lebensumständen stehen.“


Maya Angelou

Was würde passieren wenn die Menschen kein Fleisch mehr essen?

Die Fleischproduktion ist vielfach geprägt durch die industrielle Massentierhaltung. Diese verbraucht sehr viele Ressourcen, sie belastet die Umwelt und vielfach werden die Tiere gequält. Um diesem Einhalt zu gebieten gibt es nur eine Lösung: Nämlich, dass wir Menschen aufhören, Fleisch zu essen.

Ist Vegetarismus der bessere Weg?

Fast jeder kennt das Sprichwort: „Du bist, was du isst“. Dieses Sprichwort gibt es schon sehr lange und ist genauso alt, wie die Grundsatzdiskussionen für eine Ernährung mit Fleisch wie auch ohne. Dabei weiß jeder, wenn man seinen Körper mit gesunden Lebensmitteln versorgt, so fühlt man sich lebendiger und glücklicher. Es lassen sich für die Ernährung mit Fleisch und Wurst jedoch genauso viele Gründe finden wie für eine Ernährung ohne. Viele Vegetarier verzichten deshalb auf Fleisch, da Fleischessen das Risiko für Diabetes und Herzkrankheiten erhöht. Daneben wird auch das Risiko für Darmkrebs erhöht.

Andere Vegetarier verzichten deshalb auf Fleisch, da die Massentierhaltung die Umwelt belastet. Durch die expandierende Fleischindustrie werden immer mehr Ressourcen in einem rekordverdächtigem Tempo erhöht. Allein für die Herstellung von Fleisch, Eiern und Milchprodukten werden weltweit rund 32.6 Milliarden Tonnen Kohlendioxid jährlich ausgestoßen, mehr als die Hälfte der weltweiten Ausstöße an klimaschädlichen Treibhausgasen. Daneben werden etwa 70 Prozent der erschlossenen Wasserressourcen der Welt durch die Landwirtschaft verbraucht.

Viele Vegetarier verzichten jedoch auch deshalb auf Fleisch, da sie die Tötung der Tiere, welche hierfür unerlässlich ist, nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können.
Überzeugte Fleischesser und -esserinnen genießen das Fleisch einfach deshalb, weil es ihnen schmeckt und weil sich Fleisch als Eisenlieferant positiv auf ihre Gesundheit auswirkt. Was jedoch würde passieren, wenn niemand mehr Fleisch essen würde?

Die Fleischindustrie verkauft für Tiefstpreise

Jeder, der regelmäßig durch den Supermarkt geht kann das Angebot der Fleischindustrie dort sehen, welches häufig zu Tiefstpreisen angeboten wird. Dabei ist zu beobachten, dass sich viele Anbieter von Wurst und Fleisch einen Preiskrieg hierbei liefern. Doch auf welche Kosten geht dieser Preiskrieg? Natürlich auf Kosten der Tiere, der Umwelt und des Klimas und kaum jemand hinterfragt dies bis auf Wenige.

Im Durchschnitt werden rund 59 kg Fleisch von jedem Deutschen jedes Jahr verspeist wofür jedes Jahr rund 56 Milliarden Nutztiere gezüchtet, gemästet und getötet werden. Was wäre, wenn der Verbrauch an Fleisch drastisch zurückgehen würde? Eine Studie der Universität Oxford hat sich genau diesem Thema gewidmet und kam zu folgenden Ergebnissen:

Die Produktion von Fleisch würde natürlich zurückgehen und viele Milliarden Tiere würden geschützt werden. Etwa zwei Drittel aller Treibhausgase würden nicht mehr an die Umwelt abgegeben werden. Daneben würden jährlich rund sieben Millionen Menschen weniger sterben. Einen positiven Einfluss hätte weniger Fleischkonsum ebenso in Bezug auf die Krankheitskosten. Rund 1,5 Billionen Dollar könnten weltweit in jedem Jahr an Krankheitskosten wie auch an Klimafolgekosten eingespart werden.


Für die Produktion von Fleisch werden weltweit etwa 77 Prozent der Agrarflächen genutzt. Würde die Fleischproduktion sinken, so könnten viele dieser Agrarflächen anderweitig für den Anbau von Obst und Gemüse genutzt werden, was wiederum viel mehr Menschen Essen bescheren würde.

Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Menschen Gedanken über ihren Fleischkonsum machen würden, um die Umwelt, Ressourcen und das Klima zu schützen. Es wäre wünschenswert, wenn viel mehr Menschen sich bewusst machen, wie bedrohlich dieser hohe Fleischkonsum für uns alle ist. Ein Umstieg auf eine vegetarische Lebensweise ist natürlich nicht von heute auf morgen zu realisieren und dennoch ist der Umstieg für jeden Menschen denkbar.

Quelle: apost.com

Saisonale Lebensmittel essen

Heutzutage ist so viel Obst und Gemüse das ganze Jahr hindurch erhältlich, dass wir leicht vergessen, welche Sorten eigentlich zu welcher Jahreszeit natürlich reifen.

Saisonales Obst und Gemüse erfüllen nicht nur unseren Nährstoffbedarf besser, sondern sie schmecken auch besser. Hier nennen wir nur einige der Gründe, aus denen Sie regelmäßig saisonales Obst und Gemüse essen sollten.

Es schmeckt wirklich besser

Das ist kein Marketing-Trick – es gibt gute Gründe dafür, dass saisonales Obst und Gemüse viel besser schmeckt. Saisonales Obst und Gemüse ist frischer, süßer und richtig reif. Weil es zum richtigen Zeitpunkt geerntet wurde, nachdem es im Boden, an der Mutterpflanze oder am Bauch oder Strauch natürlich gereift ist, kann es sein ganzes Aroma entfalten. Lebensmittel, die bei uns gerade nicht Saison haben, müssen lange Strecken zurücklegen und werden daher noch unreif geerntet und während des Transports gekühlt. Die Kühlung ist natürlich wichtig, damit Lebensmittel nicht verderben, aber sie beeinträchtigt den Geschmack. Gekühlte Lebensmittel schmecken nie so intensiv wie natürlich gereiftes Erntegut. Auf die Kühlung beim Transport folgen häufig Wärmekammern am Zielort, in denen das Obst und Gemüse dann künstlich gereift wird. Dies beeinträchtigt den Geschmack erheblich, und das Ergebnis lässt sich einfach nicht mit frisch geerntetem Obst und Gemüse vergleichen. Nicht-saisonales Obst und Gemüse schmeckt oft mehlig, faserig oder fade – kurz: weitaus weniger gut als seine saisonalen Gegenstücke.

Profitieren Sie von einem höheren Nährstoffgehalt

Natürlich gereiftes, saisonales Obst und Gemüse schmeckt nicht nur besser, sondern es enthält auch mehr Nährstoffe. Bei der Lagerung werden die meisten Nährstoffe in natürlichen Lebensmitteln allmählich abgebaut. Je frischer geerntet Obst und Gemüse gegessen wird, umso weniger Nährstoffe hat es verloren. Insbesondere der Gehalt an Vitamin C, Folsäure und Carotinoiden fällt nach der Ernte sehr schnell. Damit nicht-saisonales Obst und Gemüse im Geschäft länger frisch aussieht, wird es oft mit Gas, Bestrahlung (zum Abtöten von Keimen) und Wachs behandelt. Keine dieser Behandlungen ist unserer Gesundheit förderlich.

Erfüllen Sie die natürlichen Bedürfnisse Ihres Körpers

Wenn Sie saisonales Obst und Gemüse essen, fördern Sie damit die natürlichen Heilungs- und Entschlackungsfunktionen Ihres Körpers. Im Winter bietet die Natur uns z. B. eine Fülle von Zitrusfrüchten, die reich an Vitamin C sind und zum Schutz vor Kälte- und Grippeviren beitragen, und viele verschiedene Kürbissorten, die alle Vitamin A zur Stärkung des Immunsystems vor dem Einsetzen der Winterkälte enthalten. Saisonale Witterungsumschwünge erhöhen unsere Anfälligkeit für Viren. Vor Frühlingsbeginn helfen uns daher die natürlichen Antibiotika in wildem Knoblauch, Schnittlauch und Porree. Im Sommer tragen die Beta-Carotine und Carotinoide im Steinobst zum Schutz der Haut vor Sonnenschäden bei.

Unterstützen Sie die Umwelt und die regionale Wirtschaft

Wenn Sie mehr Obst und Gemüse aus regionalem Anbau kaufen, helfen Sie der örtlichen Landwirtschaft. Dadurch bleiben Anbauflächen erhalten, anstatt für Industrie oder Gewerbe bebaut zu werden. Ackerland bietet wichtigen Lebensraum für Tiere, Insekte und Vögel. Durch den kürzeren Weg zum Verbraucher werden „Lebensmittelkilometer“ reduziert – und somit auch der Verbrauch fossiler Brennstoffe, die CO2-Emissionen und die Treibhausgasemissionen. Weil lokale Landwirte nicht dieselben überhöhten Transport- und Vertriebskosten tragen müssen wie große Agrarunternehmen, können sie einen größeren Anteil ihres Gewinns wieder in den Hof investieren. Unterstützen Sie den Erfolg kleiner, örtlicher Unternehmen

Der Verzehr einer Vielfalt von gesundem, nährstoffreichem Obst und Gemüse ist unserer Gesundheit auf jeden Fall förderlich – umso mehr, wenn wir dadurch auf verarbeitete Lebensmittel und künstliche Farb- und Aromastoffe verzichten können. Maximieren Sie diese Vorteile, indem Sie gezielt saisonales Obst und Gemüse kaufen.

Quelle: Lifeplus

STÄRKE DEIN CHARISMA

Jeder Mensch hat die Fähigkeit, charismatisch zu sein und sein eigenes Charisma auszubauen. Die gewinnende Wirkung auf andere kommt von innen heraus. Das Charisma jedes einzelnen Menschen ist einzigartig und kann nicht imitiert werden. Wichtig ist, Deine eigenen Stärken, Interessen und sympathischen Eigenarten zu kennen und an diesen zu arbeiten. Es gibt viele Wege, um sein eigenes Charisma zu stärken.

1. Stärke Deine Stärken

Wir alle haben unsere Stärken, haben unsere Schwächen. Viele strengen sich sehr an, um Macken auszubügeln. Verbessert man seine Schwächen, wird man maximal mittelmäßig. Stärkt man seine Stärken, wird man einzigartig. Und wer nicht so ist, wie die anderen, sei getrost: Andere gibt es schon genug!

2. Bilde Dich weiter

Charismatische Personen arbeiten laufend an ihrem Wissen und an ihren Kompetenzen. Sie bilden sich weiter und arbeiten an ihren Fähigkeiten.

3. Stärke Deine Empathie für andere

Das ganze Leben ist ein Spielfeld, um Deine Empathie-Kompetenzen zu stärken. Schärfe Deine Sicht für die Gefühle anderer: Beobachte Deine Mitmenschen im Café, auf dem Wochenmarkt oder schalte mal bei einem Film den Ton ab. Auch ohne Worte erkennst Du an der Körpersprache und Mimik, wie es der Person gerade geht und welche Art von Gespräch sie gerade führt.

4. Sei authentisch

Stehe dazu, wie Du bist und akzeptiere Dich mit all Deinen Schwächen. Charisamtische Personen verstellen sich nicht, sondern zeigen mutig, wer sie wirklich sind.

5. Setze Dich für etwas ein

Für was brennt das Feuer in Dir? Mache Dir Deine Vision immer wieder bewusst und arbeite daran, diese umzusetzen. Das macht Dich charismatisch!

Quelle: Social ENJO

4 hilfreiche Tricks

4 Tricks, mit denen Sie jeden Tag etwas „Richtiges“ schaffen

by Nicolas Scheel

Kennen Sie dieses Gefühl, dass ein Tag, eine Woche, ein Monat vorbeifliegt, Sie extrem beschäftigt sind und sich hinterher fragen, was Sie eigentlich bewegt haben? Sie sitzen den ganzen Tag in Meetings und kommen gar nicht zu „richtiger“ Arbeit? Sie können Ihrem Partner oder Ihren Kindern nicht erklären, was sie den lieben, langen Tag so machen?

Ich hatte Phasen, in denen es mir genau so ging. Und wenn ich nicht aufpasse, finde ich mich ruckzuck wieder in einer derartigen Phase. Ich habe mir allerdings einige Tricks angeeignet, die mich Schritt für Schritt meinen Zielen näher bringen. Gleich vorneweg: Die Tricks sind banal. Die Herausforderung besteht in der konsequenten Umsetzung. Es geht um vier Dinge:

  1. Fokussierung
  2. Positives Denken
  3. Reflektion
  4. Dankbarkeit

Trick 1: Fokussierung

Wer kein Ziel hat, kann auch keins erreichen. In diesem Satz steckt so viel Wahrheit. Wenn ich für einen Tag kein Ziel habe, lasse ich mich treiben. Meine Zeit ist fremdbestimmt. Das gleiche gilt für eine Woche, einen Monat, ein Jahr… Insofern ist es für mich essentiell, dass ich mir klare Ziele setze. Ich arbeite mit vier Ebenen: Meine Vision hat einen Horizont von 2-5 Jahren. Mittel- bis langfristige Ziele versuche ich in 6-24 Monaten zu erreichen. Kurzfristige Ziele versuche ich in 1 Woche zu erreichen. Aufgaben erledige ich innerhalb eines Tages.

Stop starting, start finishing. Jetzt kommt die Fokussierung ins Spiel. Für jeden Tag definiere ich genau eine Aufgabe, die ich erledigen will. Für jede Woche setze ich mir 1-2 Ziele. Und auch mittel- bis langfristig setze ich mir nur 2-3 Ziele. Warum? Ich verzettele mich bei mehr Dingen. Ich habe eine Blockade und weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich wechsle planlos von Aufgabe zu Aufgabe, ohne irgendetwas fertig zu kriegen. Priorisieren heißt: Entscheiden, was liegen bleibt.

Um diese Fokussierung konsequent umzusetzen, nutze ich drei Hilfsmittel. Auf einem Vision-Board visualisiere ich meine Vision (daher der Name). Auf ein Flipchart Papier male ich die 2-4 Dinge, die ich in den nächsten Jahren erreichen möchte. Dabei ist es wichtig, diese Dinge nicht nur textuell zu beschreiben, sondern die zukünftige Situation tatsächlich zu malen. Unser Gehirn funktioniert visuell. Das Vision-Board hänge ich an einer Stelle auf, an der ich es täglich mindestens einmal sehe. Meine Vision soll sich in mein Unterbewusstsein einbrennen! Ca. alle 6 Monate überprüfe ich, ob meine Vision noch gültig ist. Hier hilft ein einfacher Kalendereintrag.

Ich nutze ein Kanban Board (konkret: Trello), um meine mittel- und langfristigen Ziele zu dokumentieren. Ich zwinge mich, aus allen möglichen Zielen die 1-2 Wichtigsten auszusuchen. In der Regel fällt mir dies am Schwersten – irgendwie sind ja alle meine Ziele wichtig (sonst wären sie ja nicht meine Ziele). Die Erfahrung hat mich aber gelehrt, dass meine Zielerreichungsquote signifikant steigt, wenn ich mich auf 1-2 beschränke. Ca. alle 4-6 Monate überprüfe ich, ob meine Ziele noch gültig ist. Hier hilft ein einfacher Kalendereintrag.

Für die kurzfristigen Ziele nutze ich ebenfalls Trello. In mein Backlog (oder meine ToDo-Liste) kommt alles rein, was mir so einfällt. Einmal pro Woche definiere ich, was ich in der nächsten Woche erreichen will. Üblicherweise ist dies eine relativ simple Übung: Was ist mein mittelfristiges Ziel, was zahlt auf dieses Ziel ein, wieviel Aufwand steckt dahinter, wann kann ich dafür Zeit schaffen. Anschließend blocke ich mir im Kalender bewusst Zeiträume, um zu arbeiten. In der Regel nehme ich mir freitags 15-30 Minuten, um die nächste Woche zu durchdenken und zu planen.

Bleiben noch die Aufgaben. Ich überlege mir täglich, welche Aufgabe (genau eine) ich am nächsten Tag unbedingt erledigen will. Das Ergebnis dokumentiere ich in einem Journal (hierzu gleich mehr). Ich trenne somit die Planung von der Ausführung. Wenn die Zeit für Action gekommen ist, komme ich nicht ins Sinnieren, was ich jetzt tun sollte / müsste / könnte – ich handle. Ohne Nachdenken, ohne Zögern – einfach machen.

Für mich heißt das, dass ich jeden Tag an meiner Vision arbeite und jeden Tag meiner Vision ein Stück näherkomme. Keine verlorenen Tage mehr.

Trick 2: Positives Denken

Der Glaube versetzt Berge. Ein bisschen Hokuspokus? Eine sich selbst erfüllen Prophezeiung? Fake it `til you make it? Mag alles sein. Meine Erfahrung ist aber: Jedes Mal, wenn ich davon überzeugt war, dass ich etwas schaffe, habe ich es auch hinbekommen. Wenn ich Zweifel hatte, war meine Erfolgsquote geringer. Insofern scheint es (zumindest mir) zu helfen, wenn ich mich in eine positive Grundstimmung versetze. Ich versuche mich bewusst an die Dinge zu erinnern, die mir gut gelungen sind. Ich versuche, meine Erfolge (egal ob klein oder groß) bewusst wahrzunehmen.

Zu diesem Zweck nutze ich wieder das Journal. Ich schreibe täglich auf, was meine 1-3 Erfolge des Tages waren. Das kann eine überzeugende Präsentation gewesen sein, das Lob vom Chef, der erfolgreiche Sprintabschluss, usw. An jedem einzelnen Tag gibt es einen Erfolg zu feiern. Man muss sich dessen nur bewusstwerden.

Trick 3: Reflektion

Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. Ich bin ein Freund von schnellen Entscheidungen. Schnelle Entscheidungen sind aus meiner Sicht besser als perfekte Entscheidungen. Damit einher geht aber auch die eine oder andere falsche Entscheidung. Insofern ist es mir wichtig, meine Entscheidungen und mein Handeln kontinuierlich zu hinterfragen, um daraus zu lernen.

Vorhang auf… für das Journal. Ich beantworte täglich die Frage, was ich am heutigen Tage gelernt habe. Ich lerne täglich – sei es über das Verhalten bestimmter Personen, sei es eine neue Anwendung, ein Prozess, eine Methode, … Wer mit offenen Augen und Neugier durch das Leben spaziert, lernt jeden einzelnen Tag. Das Journal hilft mir, dieses Lernen und diese Erfahrungen zu verinnerlichen.

Trick 4: Dankbarkeit

Wenn du dir helfen lässt, dann bedeutet das nicht, dass du versagt hast. Es bedeutet, dass du nicht alleine bist. Ich bin nicht alleine. Ich habe Freunde und Kollegen, die mir helfen und mich unterstützen. Oft sind es die kleinen Dinge des Alltags. Eine Information hier, ein Ratschlag dort, eine andere Sichtweise, … Und wie oft versäumen wir es, uns für diese kleinen, aber wertvollen, Unterstützungen zu bedanken?

Hier hilft – Sie ahnen es – das Journal. Eine tägliche Erinnerung, den Tag Revue passieren zu lassen und mich bei den Personen zu bedanken, die mir geholfen haben. Ein Wort, eine Email, ein Stück „Merci“ Schokolade reicht in der Regel. Und bei den Empfängern wirkt es Wunder und führt nebenbei zu einem freundlicheren Miteinander.

Fazit

Ich hatte anfangs erwähnt, dass die Tricks banal sind. In dem Moment, wo man sie konsequent anwendet, entfalten sie ihre wundervolle Wirkung. Insofern suche ich jeden Abend 5 Minuten Zeit, um in mein Journal zu schreiben. Jeden Freitag suche ich eine halbe Stunde, um die nächste Woche zu planen. Und alle 4-6 Monate überprüfe ich meine Ziele. So schaffe ich es, mit minimalem Zeitaufwand meiner Vision jeden Tag ein Stückchen näher zu kommen. Jede Reise beginnt mit einem einzigen Schritt.

Die positiven Auswirkungen des Lachens auf unsere Beziehungen

„Lachen ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen“.
Victor Borge (Bekannter dänischer Komödiant, Dirigent und Pianist Mitte/Ende des 20. Jhds.)

„Ich liebe Menschen, die mich zum Lachen bringen. Ich glaube wirklich, dass Lachen meine liebste Beschäftigung ist. Es heilt jede Menge Krankheiten. Vielleicht ist es überhaupt das Wichtigste am Menschen“.
Audrey Hepburn

Was für ein Lachtyp sind Sie?

Prusten Sie? Wiehern Sie? Beben Ihre Schultern? Werden Sie knallrot, läuft Ihnen die Nase und tränen Ihnen die Augen? Wiegen Sie sich seitwärts oder vor und zurück? Beim Lachen zeigen wir, wer wir wirklich sind und geben viel von uns preis.

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum uns Lachen so gut tut. Lachen ist eine anspruchsvolle körperliche Aktivität: Wir weiten die Lungen, dehnen die Bauchmuskeln und den Brustkorb und trainieren vielleicht sogar den ganzen Körper (je nachdem, wie sehr wir uns dabei ins Zeug legen).

Was den Geist betrifft, erhalten wir beim Lachen einen Energieschub und die Möglichkeit, mal richtig abzuschalten, denn es ist fast unmöglich, noch an etwas anderes zu denken. Die Ausschüttung von Glückshormonen (z. B. Dopamin, Oxytocin und Serotonin) und der Abbau von Stress durch Lachen versetzen uns in gute Laune und ermöglichen uns, den Rest des Tages viel entspannter anzugehen.

Und es gibt einige, vielleicht weniger offensichtliche, doch genauso wertvolle, soziale Vorteile des Lachens.

Beziehungen durch Lachen verändern

Lachexperte Robert Provine (Professor in Psychologie und Neurowissenschaft an der Universität von Maryland in Baltimore County) hat herausgefunden, dass Lachen in erster Linie ein Sozialverhalten ist, mit dem Bindungen zu anderen Menschen aufgebaut und gefestigt werden können. Anders ausgedrückt ist Lachen also ein effektives Werkzeug, um Veränderung in unseren Beziehungen zu erreichen.

So funktioniert’s:

Mit Freunden
Provines Forschungen haben aufgezeigt, dass wir 30 Mal eher mit einem anderen Menschen lachen als alleine.

Wenn wir zusammen lachen, signalisieren wir Menschen, dass wir sie mögen, mit ihnen übereinstimmen, sie verstehen und derselben Gruppe angehören. Zeit zum Entspannen und Lachen mit Freunden zu finden, ist ein erprobter Weg, Freundschaften zu stärken.

Joseph Richman, Psychiater und emeritierter Professor des Albert Einstein Medical Center in der Bronx, New York, sagt, es handle sich dabei um mehr als nur das Gefühl von Gruppenzugehörigkeit. Die tiefe Verbundenheit, die entsteht, wenn wir eine schwierige Erfahrung oder ein Problem auf humorvolle Weise mit anderen teilen, kann möglicherweise Gefühlen der Entfremdung und damit Depressionen entgegenwirken.

Unter Kollegen
Gemeinsames Lachen kann die Kommunikation und Zusammenarbeit erleichtern – auch zwischen Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund.

Das Ergebnis? In Stress- oder Konfliktsituationen kann Lachen Konkurrenzdenkern den Wind aus den Segeln nehmen und die Arbeit im Team fördern.

Vor Publikum
Ein alter Trick, der immer noch funktioniert. Mit Humor können wir das Eis brechen und ein Publikum für uns gewinnen.

Wir zeigen uns verletzlich und ziehen dadurch das Publikum auf unsere Seite. Indem wir allen die Erlaubnis erteilen, jederzeit loszuprusten, bauen wir Anspannung und Nervosität im Saal ab. Jetzt, wo wir wissen, dass wir von den Zuschauern mit offenen Armen empfangen werden, kann die Show beginnen.

Beziehungen mit Humor stärken

Am häufigsten lachen wir in Gesprächen mit anderen, doch selten lachen wir dabei über einen eigentlichen Witz. In Wirklichkeit werden nur 10 bis 20 Prozent unserer Lachanfälle durch Witze ausgelöst.

Vielmehr lachen wir, wenn wir mit Menschen sprechen, die wir kennen und mögen oder zu denen wir gerne eine Beziehung aufbauen würden. Gehen Sie mit einem Lächeln durch Leben. Halten Sie Ihre Lachmuskeln jederzeit bereit. Nehmen Sie’s mit Humor.

Wenn Sie es am wenigsten erwarten, werden Sie sich selbst beim Kichern, Glucksen oder einem wahren Lachkrampf ertappen – und gleichzeitig neue und enge Beziehungen knüpfen.

Ein paar Tipps für mehr Gelächter im Alltag – probieren Sie’s

Lachyoga basiert auf der Idee, dass man sich selbst zum Lachen bringen kann und davon profitiert. Diese Methode wurde 1995 von Madan Kataria, einem Arzt aus Mumbai, entwickelt, während er die Auswirkungen des Lachens auf unsere Gesundheit erforschte. Lachyoga ist mittlerweile weit verbreitet und es gibt tausende von Lachyogagruppen weltweit.

Die britische Agentur Laughology (www.laughology.co.uk) hat es sich zum Ziel gesetzt, Scherze und Lachen an den Arbeitsplatz zu bringen. Ihr Vorschlag: „Betrachten Sie einen guten Witz als sprachliches Kitzeln. So bringen Sie neue Frische, Spannung und Energie in Ihre Beziehungen und schaffen eine lachfreundliche Atmosphäre.“ Und: „Wenn Sie etwas lustig finden, schreiben Sie es auf, erzählen Sie es unbedingt weiter und lachen Sie sich schief darüber!“

Antistress-Naturheilmittel: Wirkung & Anwendung

Wenn Sie sich überlastet und gestresst fühlen, können Naturheilmittel die Stresswahrnehmung und Stresssymptome auf natürliche Weise reduzieren und die Stressresistenz stärken. Sie sind sanft zum Körper und bisweilen sogar effektiver als schulmedizinische Präparate.

Im Zusammenhang mit einer Burnout-Erkrankung gilt natürlich: Naturheilmittel können niemals die psychologische Hilfe einer Therapie ersetzen, sondern nur eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Die folgenden Naturheilmittel helfen mit ihren spezifischen Eigenschaften effektiv bei Stressbelastung:


1. Lavendel

Lavendel zählt zu den klassischen natürlichen „Stresslösern“. Er ist schon seit dem Mittelalter für seine beruhigende Wirkung bekannt.

Wirkung

Der angenehme Duft von Lavendel entspannt durch seine angstlösenden Inhaltsstoffe und beruhigt nach einem anstrengenden Tag – er kann sogar beim Einschlafen helfen. Aus diesem Grund duften auch so viele Kopfkissensprays nach der violetten Pflanze.

Lavendelöl wird in Kombination mit aufkonzentrierten Inhaltsstoffen auch zur Behandlung von Angststörungen verwendet.

Untersuchungen bei Patienten zeigten eine deutliche Angstlösung nach nur 2 Wochen Therapie mit aufkonzentriertem Lavendelöl (80 mg/Tag). Nach 6-wöchiger Anwendung konnten die Ergebnisse sogar mit dem Arzneistoff Lorazepam (0,5 mg/Tag) mithalten.

Anwendung

Als Öl:

Ätherisches Lavendelöl kann in einem Luftbefeuchter oder alternativ in einer Duftlampe die Raumluft bereichern. Warme Bäder, zu denen Sie ein paar Tropfen Lavendelöl hinzufügen, entspannen ebenso Körper und Geist.

Für unterwegs hilft es, eine kleine Flasche Lavendelöl dabei zu haben, an der Sie riechen können, wenn Sie sich angespannt fühlen. Diesen entspannenden Effekt können Sie in Kombination mit Melissenöl verstärken.

Bei Angststörungen wird Lavendelöl in einer Dosis von 80 mg/Tag empfohlen. Die Wirkung sollte innerhalb von 14 Tagen eintreten – in ca. 10 Wochen sollte ein Maximaleffekt erreicht werden.

Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Lavendelöl sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten. Halten Sie sich aber am besten an die Tagesdosis und verwenden Sie kein Lavendelöl, wenn Sie eine Überempfindlichkeit haben. Dies kann auch Hautreizungen sowie allergische Reaktionen verursachen. Kontakt mit den Schleimhäuten und den Augen ist zu vermeiden.

Bei Kindern unter 2 Jahren sollten grundsätzlich keine ätherischen Öle angewendet werden. Das gilt sowohl für die Haut als auch für die Inhalation. Andernfalls kann dies nämlich unter anderem zu Atemlähmungen und Atemstillstand führen.


2. Baldrian

Der Baldrian ist wohl die bekannteste Heilpflanze gegen Stresssymptome und Nervosität.

Wirkung

Baldrian enthält mehr als 150 synergetisch wirkende Inhaltsstoffe, sodass damit mehrere Bereiche parallel behandelt werden können.

Seine angstlösende, schlaffördernde und entspannende Wirkung ist den enthaltenen Alkaloiden und den ätherischen Ölen geschuldet. Diese zielen direkt auf das Zentralnervensystem und können so unter anderem auch einem stressbedingten Haarausfall entgegenwirken.

Baldrianpräparate helfen vor allem bei stressbedingten Einschlafschwierigkeiten, hohen nervlichen Belastungen oder auch nervösen Unruhezuständen, die auf Magen und Darm schlagen.

Anwendung

Wichtig zu wissen: Die Wirkung von Baldrian setzt in der Regel erst nach ca. 14 Tagen ein! Die Dosis zu erhöhen, beschleunigt die Wirkung nicht.

Als Tee:

Für mehr Ausgeglichenheit können Sie die Baldrianwurzel mindestens einmal täglich als Tee einnehmen. Die Wurzel ist in vielen Teemischungen erhältlich, beispielsweise in Nerven-, Schlaf-, Beruhigungs-, aber auch Magen-Darm-Tees. Halten Sie sich an eine Dosis von etwa 23 g pro Tasse. Nach 10-15 Minuten Ziehzeit geben Sie alles durch ein Teesieb. Baldriantee trinken Sie idealerweise abends vor dem Schlafengehen.

Als Extrakt:

Baldrian ist außerdem in Flüssig- oder Trockenextrakten erhältlich, beispielsweise in Tabletten-, Kapselform oder als Tropfen. Typisch sind auch Kombinationspräparate mit Hopfen, Melisse, Johanniskraut oder Passionsblumenkraut.

Leiden Sie unter Einschlafstörungen, nehmen Sie etwa 400–900 mg vor dem Schlafengehen ein – und zwar 30 Minuten bis 2 Stunden vorher. Bei Unruhezuständen empfehlen sich 300–450 g über den Tag verteilt.

Als Bad:

Oder Sie nutzen Baldrian in Form von Bädern – die Wurzel hat eine leicht beruhigende Wirkung und löst Muskelverspannungen. Ein Aufguss von 100 g mit 2 Litern heißem Wasser ist ideal. Warten Sie 10 Minuten und geben Sie dann alles durch ein Teesieb – danach zum Badewasser hinzugeben. Baden Sie etwa 10-20 Minuten bei etwa 35° Celsius.

Nebenwirkungen

Die Anwendung von Baldrian kann in seltenen Fällen zu Problemen im Magen-Darmtrakt oder zu allergischen Reaktionen führen. Kopfschmerzen, Unruhe und Störungen der Herzfunktion sind möglich. Deshalb gibt es im Zusammenhang mit der Anwendung bei Schwangerschaft kontroverse Meinungen. Sprechen Sie das am besten mit Ihrem Arzt ab.

Enthalten Baldrianprodukte Alkohol, kann das zudem zu weiteren Nebenwirkungen führen.

Auch vor einer Operation mit Narkose sollten Sie keinen Baldrian einnehmen – das könnte eine negative Reaktion mit den Narkosestoffen verursachen.


3. Melisse

Die Blätter der Melisse enthalten viele ätherische Öle sowie einige Saponine, die eine entspannende und beruhigende Wirkung auf den Körper haben. Allerdings können sie auch belebend, anregend und aufmunternd wirken.

Wirkung

Melisse wird erfolgreich bei Reizbarkeit und Migräne eingesetzt. Auch gegen Angstzustände und allgemeine Nervosität kann sie helfen. Stress, Unruhezustände und Schlafstörungen werden ebenfalls häufig mit Melisse behandelt.

Anwendung

Als Tee:

Melisse findet vor allem in Form von Tees Anwendung. Aufgrund der belebenden Wirkung können Sie Melissentee auch schon morgens trinken, während Sie direkt vor dem Schlafengehen lieber auf Baldrian oder Lavendel setzen sollten.

Melissentee: Am besten 3 TL Blätter mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen und nach 10 Minuten Ziehzeit durch ein Teesieb geben. Sie können ohne Weiteres täglich mehrere Tassen trinken.

Als Tinktur:

Aber auch als Tinktur können Sie Melisse verwenden. Dann empfiehlt sich ein Ansetzen von 20 g der Blätter mit 150 ml an 70%-igem Alkohol. Lassen Sie das Ganze am besten für 10 Tage an einem warmen und dunklen Platz ziehen, danach abseihen. Täglich 2×20 Tropfen davon einnehmen.

Als Bad:

Melisse gibt es auch als Badezusatz – in diesem Fall 75 g Blätter mit 4 Liter kochendem Wasser aufgießen und nach 20 Minuten Ziehzeit abseihen und ins Badewasser geben.

Nebenwirkungen

Sollten Sie an einer Schilddrüsenerkrankung leiden, verwenden Sie Melisse bitte nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Bei der Anwendung in hoher Dosis kann sich Ihre Reaktionsfähigkeit vermindern.

Achten Sie generell darauf, dass Melissentee nicht zum Dauergetränk wird, sondern nur bei akuten Beschwerden genutzt wird. Die in der Pflanze enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide könnten langfristig in großen Mengen gesundheitsschädlich sein.


4. Johanniskraut

Im Volksglauben hat man dem Johanniskraut früher nachgesagt, dass es das Sonnenlicht speichere und es als Tee getrunken wieder abgebe. Wie auch immer man zu solchen Vorstellungen stehen mag – auf alle Fälle ist das Johanniskraut ein effektives Naturheilmittel.

Wirkung

Es wirkt gegen Antriebslosigkeit, Traurigkeit und sogar bei Winter-Depressionen.

Diese positiven Wirkungen sind auf den Einfluss des Johanniskrauts auf den Serotoninhaushalt zurückzuführen, woraus eine stimmungsaufhellende Wirkung resultiert. Deshalb eignet sich Johanniskraut auch hervorragend bei psychovegetativen Störungen, Stimmungsschwankungen, nervöser Unruhe, Angst oder auch bei Schlafstörungen.

Auch Stresssymptome wie Konzentrationsstörungen können durch Johanniskraut gelindert werden. Es soll außerdem eine durch starke Emotionen oder Stress verursachte hohe Körpertemperatur senken.

Anwendung

Als Extrakt:

Johanniskraut erhalten Sie u. a. in Form von Kapseln oder Tabletten. Bei innerlicher Anwendung empfiehlt sich eine Tagesdosis von 2–4 g, in anderen Formen sind es 0,2–1,0 mg.

Als Öl:

Ebenfalls typische Anwendungsformen sind Johannisöle. Für das sogenannte Rotöl machen Sie Folgendes: 125 g der Blüten fein zerstoßen und dann mit ½ Liter reinem Olivenöl vermischen. Alles in eine ungefärbte Glasflasche hinein und an einen sonnigen Platz stellen. Täglich aufschütteln – nach frühestens 6 Wochen können Sie das leuchtend rot gefärbte Öl durch ein Leinen- oder Baumwolltuch filtern und gut auspressen. Danach in eine lichtgeschützte Flasche füllen.

Als Tinktur:

Eine Tinktur erhalten Sie mit 20 g zerkleinerten Blüten und 150 ml 70%-igem Alkohol. Nach 10 Tagen Ziehzeit wird auch die Tinktur gefiltert und lichtgeschützt verwahrt. Zu den Mahlzeiten etwa 8-10 Tropfen einnehmen.

Als Tee:

Johanniskrauttee ist in der Apotheke als Teebeutel erhältlich, aber Sie können den Tee auch selbst mit frischen oder getrockneten Blättern zubereiten. Dafür nehmen Sie etwa 2 TL Blätter und übergießen diese in einer Tasse mit kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen und fertig ist der Johanniskrauttee. 1–2 Tassen morgens und abends, aber nicht mehr.

Nebenwirkungen

Durch die Einnahme von Johanniskraut kann es zu einer Überempfindlichkeit der Haut kommen, wodurch beim Sonnenbaden die Sonnenbrandgefahr steigt.

Wichtig: nicht mehr als 5 Tassen Johanniskrauttee täglich! Nebenwirkungen durch eine Überdosis zeigen sich durch Benommenheit, Allergien oder Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden und Lichtempfindlichkeit.

Kinder und Schwangere sollten die Anwendung von Johanniskraut generell meiden.

Vorsicht: Eine Tasse Tee kann nicht schaden, aber Präparate aus der Apotheke sind hoch dosiert und können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verursachen – unter anderem mit der Anti-Baby-Pille, Aspirin und Antidepressiva. Nehmen Sie Johanniskraut-Präparate also nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein!


5. Hopfen

In Hopfen finden sich zahlreiche Wirkstoffe, die beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften haben.

Wirkung

Hopfen besteht aus einer Vielzahl ätherischer Öle sowie einiger Bitterstoffe. Letztere sind für die positiven Wirkungen auf unser Gehirn verantwortlich. Hopfen wirkt zwar etwas milder als Baldrian, aber sein Hauptanwendungsgebiet sind ebenfalls Einschlafstörungen und nervöse Unruhe.

Auch bei leichteren Angststörungen und Überanstrengung kann das Kraut gut helfen.

Anwendung

Als Extrakt:

Hopfen als Naturheilmittel gibt es in Form von Kapseln, Dragees, Tabletten oder Tropfen (die tägliche empfohlene Dosis beträgt 0,5 g).

Als Tee:

Doch aus Hopfen kann man auch Tee herstellen: einfach 1 TL Hopfenzapfen mit ¼ Liter kochendem Wasser aufgießen und dann 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen und am besten 1 Stunde vor dem Schlafengehen trinken. Tipp: Der Tee ist recht bitter – eine Kombination mit Lavendel oder Melisse ist möglich.

Als Gurgellösung:

Sie können Hopfen auch als Gurgellösung verwenden. Dazu 1 Handvoll Hopfenzapfen in 1 Liter kaltes Wasser geben und dann langsam aufkochen. Nach 15 Minuten Ziehzeit abseihen. Achtung: Vor dem Gurgeln etwas abkühlen lassen!

Als Tinktur:

Wenn Sie lieber eine Tinktur verwenden möchten, dann setzen Sie 10 g frische Zapfen in ¼ Liter 70%-igem Alkohol an und lassen alles in einer lichtundurchlässigen Flasche für 1 Woche ziehen. Anschließend können Sie die Tinktur in einer Dosis von 1 TL unverdünnt vor dem Schlafengehen einnehmen. Halten Sie sich an die Tagesdosis von 12 ml.

Nebenwirkungen

Hopfen kann Allergien auslösen und auch Kopfschmerzen, Bindehautentzündung, Hautausschläge und Schläfrigkeit verursachen. Tritt eine derartige Überempfindlichkeit auf, sollten Sie Hopfen meiden. Auch Kinder unter 12 Jahren sollten vorsichtshalber keinen Hopfen verwenden – dasselbe gilt für die Zeit während der Schwangerschaft und auch beim Stillen.

Hinweis: Auch wenn Hopfen in Bier enthalten ist, sollten Sie, um nervöse Unruhe und Stress zu bekämpfen, lieber auf Hopfentees oder andere Präparate zurückgreifen als auf das Feierabendbier.


Fazit:

Testen Sie die verschiedenen Naturheilmittel. Entscheiden Sie sich dann für jenes, das Ihnen offensichtlich guttut.

Um es abschließend nochmals zu wiederholen: Zuerst sollten Sie aber immer versuchen, die Stressursachen zu eliminieren oder zumindest zu reduzieren. Bis dies gelingt, können Sie mit den Naturheilmitteln die Stresssymptome auf sanfte Weise lindern und Ihre Stressresistenz stärken.

In diesem Beitrag nennt Dr. Walter Mair Naturheilmittel, die Ihnen bei Stressbelastung Hilfe bieten. Sie erhalten diese in entsprechenden Fachgeschäften oder die Pflanzen selbst in Gärtnereien. Dr. Walter Mair ist Apotheker und betreibt mit seinem Team seit 2003 die Stadtapotheke in der südtiroler Gemeinde Sterzing.